Prolog zur Eröffnung

Wolfgang Schneider:

Ein vielfältiges Kulturprogramm steigert die Lebensqualität, schafft einen Wohlfühleffekt und die Identifikation der Menschen in ihrer Gemeinde. Um diesen wichtigen Bestandteil des Zusammenlebens von Menschen in unserer Kommune zu fördern, hat der Gemeindevorstand von Bischofsheim 2021 eine Kommission zur Förderung von Kulturarbeit eingesetzt, in der sachkundige Bürger*innen und Vertreter*innen der Fraktionen aus der Gemeindevertretung zusammenarbeiten. Eine erste Initiative der Kulturkommission war die Planung für einen Kultursommer 2022. Unter dem Motto „Bischem auf seinen Plätzen (er)leben“ soll ein künstlerisches Angebot gebündelt sichtbarer werden. Straßen und Plätze sollen den öffentlichen Raum zur Bühne machen, umsonst und draußen kann Kultur für alle möglich machen. Kultur für alle ist nämlich keine freiwillige Aufgabe der Politik, sondern Auftrag auch für die Bürger von Bischofsheim.

Christine Stotz:

„Die Kultur kann in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertsysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen.“

Aus dem Schlussbericht der Weltkonferenz über Kulturpolitik der UNESCO von 1982 in Mexiko

Ulrich Zimmermann:

„Die Kunst ist frei.“ 

Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland

Friederike Kalweit, Stefan Finkenauer und Büsra Erdem:

Die Ziele der UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt sind,

  • a) die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu schützen und zu fördern;
  • b) die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kulturen sich entfalten und frei in einer für alle Seiten bereichernden Weise interagieren können;
  • c) den Dialog zwischen den Kulturen anzuregen, um weltweit einen breiteren und ausgewogeneren kulturellen Austausch zur Förderung der gegenseitigen Achtung der Kulturen und einer Kultur des Friedens zu gewährleisten;
  • d) die Interkulturalität zu fördern, um die kulturelle Interaktion im Geist des Brückenbaus zwischen den Völkern weiterzuentwickeln;
  • e) die Achtung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu fördern und das Bewusstsein für den Wert dieser Vielfalt auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu schärfen;

Artikel 1 des Übereinkommens über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur von 2005

Rolf Maixner:

 „Die Kultur genießt den Schutz und die Förderung des Staates, der Gemeinden und Gemeindeverbände.“

Artikel 26e, Verfassung des Landes Hessen

Karin Wehner:

Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

Artikel 27 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948

Katrin Diehl:

Die Vertragsstaaten achten und fördern das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung.

Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention von 1989

Mechthild Rühl:

Die Europäische Union leistet einen Beitrag zur Entfaltung der Kulturen der Mitgliedstaaten unter Wahrung ihrer nationalen und regionalen Vielfalt sowie gleichzeitiger Hervorhebung des gemeinsamen kulturellen Erbes.

Artikel 181 des Vertrags über eine Verfassung für Europa

Wolfgang Schneider:

Der Kultursommer will ein Zeichen setzen für das ganze Jahr. Kultur ist Teil unseres Lebens, in Vereinen und Kirchen, in Musik, Film und Literatur, in der Bücherei und im Museum: Kultur für alle, ein Menschenrecht!

Der 1. Bischemer Kultursommer ist hiermit eröffnet!